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Körper-Kunst

Die Mädchen der Gruppe Möwe wünschten sich ein Bodypainting auszuprobieren. So machten wir uns im Team schlau, wie wir dies mit den Mädchen umsetzen können.

Mit Hilfe des Internets fanden wir hautverträgliche Farben, welche als „Special Effect“ im Dunkeln - mit Schwarzlicht - leuchten. Wir einigten uns im Team, diese Farben zu bestellen und die Mädchen mit dem „Special Effect“ zu überraschen. Gemeinsam mit den Mädchen planten wir einen Donnerstag-Abend, an dem wir ihren Wunsch durchführen werden.
Die Mädchen konnten es kaum erwarten und als es dann so weit war, war die Freude gross. Wir besprachen im Voraus die Regeln und an was sie sich zu halten haben. Dann belegten wir den Boden mit Blachen, damit sie ihren künstlerischen Malereien freien Lauf lassen konnten. Sie sassen im Kreis und begannen sich zu bemalen. Jedes Mädchen auf seine eigene Art, mit seinen eigenen Vorstellungen an die Körperkunst. Sie nahmen sich viel Zeit dafür und gaben sich auch gegenseitige Tipps. Die Stimmung war sehr entspannt und ausgeglichen.

Nachdem die Mädchen die „Körper-Kunstwerke“ fertig gestellt hatten, verkündeten wir Ihnen, dass noch eine Überraschung anstand. Sie waren alle sehr gespannt und als wir das Licht ausschalteten, fragten sie nach, was wir vorhaben. Als dann das Schwarzlicht anging, konnten sie es kaum fassen und begutachteten sich, begeistert und erstaunt, gegenseitig. Wir stellten einen Spiegel auf, in dem sich jedes Mädchen, mit seiner angemalten Körperkunst, genau betrachten konnte. Sie äusserten immer wieder fasziniert zu sein und konnten die Blicke voneinander gar nicht mehr abwenden. Wir liessen dann noch Musik an, wozu sie sich begeistert im Rhythmus bewegten.

   

Die Überraschung scheint uns gelungen zu sein und so fragten sie schon nach dem nächsten Mal……..
Gruppe Möwe

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Spiel(t)raum
Die Spiele der Jugend sind kein müssiger Zeitvertreib, sondern sie gehören zu den wichtigsten Erziehungsmitteln.
(Zitat von, Wilhelm Max Wundt (1832 - 1920), deutscher Philosoph und Psychologe)

In der Gruppe Wiedehopf wohnen 8 Kinder, 4 Kleine und 4 Jugendliche. Das Interessens-spektrum ist daher gross und es braucht gegenseitige Rücksichtnahme und Toleranz. Die Kinder und Jugendlichen sind gerne draussen am Spielen. In den kalten Jahreszeiten oder bei schlechtem Wetter spielen sie aber auch oft in der Wohngruppe. Die Kleinen spielen gerne mit der Eisenbahn, den Duplos, Legos, Autos, Kappla etc. Es entstehen grossflächige Bauten, die nicht selten lautstark kommentiert werden. Bis anhin wurde im Wohnzimmer auf dem Boden gespielt. Wir Erwachsenen erinnern uns an die oft enttäuschten Gesichter, wenn vor dem zu Bett gehen, alles wieder aufgeräumt werden musste.

  

Unsere Jugendlichen zeigten viel Toleranz gegenĂĽber den Kleinen, welche das Wohnzimmer mit allen Sinnen in Beschlag nahmen. Trotzdem zogen sich die Jugendlichen oft in ihr Zimmer zurĂĽck, wenn die Kleinen am Spielen waren.
Im Frühjahr 2016 wurde uns von der Leitung dann bewilligt, dass wir unseren grossen Bastelraum im Keller in einen Spielraum verwandeln durften. Der alte Steinplattenboden wurde durch einen schönen, neuen Vinylboden ersetzt. Mit einer Eigenleistung von unserer Seite konnten wir die „Wiedehöpfe“ in den Umbau mit einbeziehen. Die grossen Jungs halfen beim Spitzen der Steinsockelleisten eifrig mit, die Kleinen kehrten den entstandenen Schutt zusammen.


Danach wurde der Raum professionell umgebaut; es gab einen neuen Boden, die Wände wurden gestrichen, neu Lampen installiert.
Anschliessend durften wir auch noch ein paar Anschaffungen tätigen. Mit viel Engagement und Freude richteten wir den Spielraum mit Spielsachen und Dekorationen ein. Und schliesslich weihten wir den gelungenen Umbau im kleinen Rahmen und mit einem von den Kleinen erstellten Apéro feierlich ein.

  

Nun haben wir einen wunderschönen Spielraum. Eine Hälfte für die Kleinen zum Spielen und die andere Hälfte für die Jugendlichen mit Sitzgelegenheiten zum Chillen sowie einem Tisch-fussballkasten. In einer Nische befindet sich neu die „Bärenhöhle“. Eine Matratze und Kissen bieten den Kindern einen Rückzugsort, wenn sie mal Ruhe brauchen oder ein Buch anschauen wollen.
Jetzt können Bauwerke stehen bleiben, die Eisenbahn muss erst Ende Woche aufgeräumt werden. Die Jugendlichen nehmen wieder mehr an unserem gesellschaftlichen Leben teil und haben sogar ebenfalls neu eine „Ecke“, in der sie für sich sein können; hauptsächlich zum Musik hören, „töggele“ und miteinander zu plaudern.

Wir Alle, Gross und Klein, möchten uns an dieser Stelle für die Unterstützung bedanken. Wir hatten bereits viele tolle und erlebnisreiche, sowie kreative Momente in unserem

SPIELRAUM.

 

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