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Ausflug der Kolibris zur «Bläsimühle» am 06. Juni 19

Mittwochnachmittags ist schulfrei. Das gibt uns die Möglichkeit, ab und an etwas Besonderes in unseren strukturierten Alltag zu bringen. So beschlossen wir, mit dem Bus zur «Bläsimühle» zu fahren, um dort zu spielen, zu baden, zu bräteln und die Natur zu geniessen.

Von der «Buechweid» aus sind es nur zehn Minuten mit dem Bus und nochmals zehn Minuten Fussweg, bis man zu einem herrlichen Naturspielplatz mit Fluss und Grillstelle gelangt. Der Tag war sehr sonnig und warm. Wir hatten alle unsere Badesachen in unsere Rucksä-cke gepackt und einige Kinder liefen schnurstracks den Weg am Fluss entlang, bis zu einer steilen Treppe, die hinunter zu einem Wasserfall führt. Das Gewässer staut sich hier etwas und wir konnten, wie in einem grossen Swimmingpool, darin herumplantschen. Da das Wasser, ausser an der Stelle, wo der Wasserfall herunterkommt, nur bis zum Bauchnabel reicht, trauten sich auch alle mutig hinein. Die ganz wagemutigen gingen dann auch bis zum eiskalten Wasserfall und waren begeistert von der Lautstärke des herabstürzenden Wassers. Wir fanden Steine, bauten Steinmännchen, sahen Frösche und nahmen sie in die Hand. Ausserdem ist auch hier die Möglichkeit zu grillieren und an den Böschungen nach oben zu klettern, um sich das ganze aus einer anderen Perspektive anzuschauen. Man fühlte sich an die Winnetou- und Old Shatterhandfilme von Karl May erinnert.

Manche blieben auch mit anderen Erwachsenen weiter oben am Bachlauf, wo es noch eine Naturwasserrutsche gibt. Auch hier war grosser Spass und Freude gegeben.

Am Spiel- und Grillplatz gibt es eine lange Rutschbahn, die in den steilen Hang gebaut wurde. Man kann dort auch noch den steilen Hang weiter nach oben klettern, bis man in eine Art Urwald mit umgestürzten Bäumen und Dickicht kommt. Auch dieses Abenteuer wurde von einigen mit grosser Begeisterung und Trittsicherheit angenommen.

Nach ausgiebiger Bewegung hatten dann natĂĽrlich alle Beteiligten Hunger und so zĂĽndeten wir ein kleines Feuer an und grillierten BratwĂĽrste und GemĂĽse. Auch Stockbrot wurde auf selbstgeschnitzte Stecken gewickelt und ins Feuer gehalten. Dabei konnte es natĂĽrlich schon passieren, dass der eine oder andere Stecken zu nah an die Hitze kam und es auf dem Platz nach leicht verkohltem Teig roch. Das war aber nicht weiter schlimm, denn wenn man hungrig und zufrieden ist, nimmt man auch gerne kleine schwarze Krusten in Kauf.

Da auch die Nachbargruppe an diesem Tag die gleiche Idee hatte und dort noch zusätzlich ein Kindergeburtstag gefeiert wurde, war es ein buntes, jedoch sehr fröhliches Zusammensein. Den Kindern und Jugendlichen - und auch den Erwachsenen - gefiel dieser Ausflug sehr und nicht wenige sagten, dass wir das bald wiederholen sollten.

Karl Schulze
Wohngruppe Kolibri

 

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Jugendraum New Point der Gruppe Specht

New Point ist ein polyvalenter Jugendraum, der für die Kinder und Jugendlichen der Wohngruppe Specht ein ergänzendes Freizeitangebot ist.

Jugendliche gehen in ihrer Freizeit oft ihrer Lieblingsbeschäftigung nach. Das „Abhängen in der Gruppe“ oder „chillen“ wie es die Jugendlichen nennen, verfügt bei den Peers über einen verhältnismässig hohen Stellenwert. Die Jugendlichen tauschen sich über „Social Media“ aus, teilen dieselben Interessen und wollen möglichst viel Zeit mit ihren Smartphones verbringen. In der heutigen Zeit ein normales Phänomen.

Mit dem Jugendraum wollen wir einen „neuen Punkt“ setzen. Durch die Umgestaltung, die dank der grosszügigen Hilfe der Buechweid möglich ist, konnten wir dies „einrichten“.

Durch die Anschaffung von Fitnessgeräten und Gemeinschaftsspielen setzen wir unseren Fokus auf eine aktive Mitwirkung, Spass und Partizipation der Kinder und Jugendlichen. Durch den gewonnenen Gestaltungsspielraum gewinnt der Raum an Attraktivität, die Kinder und Jugendlichen können unter Anleitung von uns von einem Training profitieren und sich angemessen auspowern, gemütlich in der Spielecke ein Gemeinschaftsspiel spielen oder nach Absprache mit dem Team auch mal mit einer Playstation gamen.



In die Planung wurden die Kinder und Jugendlichen miteinbezogen. Wir sassen gemeinsam mit ihnen an einem Tisch und haben mittels einer Ideensammlung den Inhalt der Räumlichkeiten besprochen. Ihre Ideen konnten teilweise umgesetzt werden. Der gewünschte grosse Billardtisch konnte aufgrund der Platzverhältnisse nicht realisiert werden.


Auf Wunsch der Jugendlichen malten wir mit Acrylfarben zwei grosse Gemälde von 120x180 cm. Auf diesen Bildern befindet sich einerseits der Gegenwartsmusiker „Playboy Carti“ aus den USA und andererseits das Fussballidol Neymar aus der brasilianischen Nationalmannschaft. Die Herstellung der Bilder bereitete einzelnen Kinder/Jugendlichen grosse Freude und es ist gut möglich, dass wir in Zukunft noch mehr Bilder gestalten werden für den Fitnessraum. In der Zwischenzeit konnte auch ein Teppichboden gelegt werden, der den Raum optisch stark vergrössert. Für den Fitnessbereich konnten wir gute Occasionsgeräte anschaffen, die der Schnellkraft, Ausdauer und Koordinationskraft Förderung dienen. Zur Unfallverhütung hängen an den Wänden Dehn- und Stretchübungen. An jedem Gerät sind zusätzlich Trainingsabläufe abgebildet. Des Weiteren ist es klar, dass die Jugendlichen immer nur unter Anleitung von Erwachsenen trainieren werden.

Die Spielecke im Jugendraum New Point dient den Kindern und Jugendlichen, die einer spielerischen Aktivität nachgehen wollen. Die farbigen Kissen/Sitzsäcke sowie der Tisch laden zum Spielen und Verweilen ein. In den Raumschränken befinden sich moderne, neu angeschaffene Spiele, Legoklötze sowie auch eine zusammenstellbare Autorennbahn. Das Equipment wird von uns gewartet und gepflegt. Die Spielkultur zu pflegen als Alternative zu anderen Freizeitbeschäftigungen ist unser Ziel.
Die „Gamezone“ befindet sich im ehemaligen „Lagerraum“. Dieser wurde mit dem alten Sofa, einer Playstation sowie einem Fernseher eingerichtet und auf das Wesentliche belassen. Wir gehen davon aus, dass nach einer gewissen Euphorie das Interesse an diesem Raum nachlassen wird, wie wir dies von anderen Gruppen auch schon gehört haben.

Die offizielle Eröffnung des Raumes wird in den nächsten Wochen sein. Dabei werden wir unseren Gästen selbst gemachte Smoothies offerieren.


Daniel Boss
Gruppenleiter Wohngruppe Specht

 

Wochenende in den Bergen
Nach erholsamen Weihnachtsferien zog es die Wiedehöpfe für das alljährliche Individualwochenende in die Berge. Von Freitag- bis Sonntagabend verbrachten wir gemeinsam eine gute Zeit im Schnee. Mit im Gepäck waren Skier, Snowboards, Schlitten sowie brandneue Schneeschuhe für die Jüngeren unter uns. Unser angesteuertes Domizil war, wie schon in den vergangenen Jahren, Wildhaus. Das Hotel, in welchem wir die anstehenden Nächte verbrachten, machte bereits bei der Ankunft einen grossartigen ersten Eindruck und unsere Gaumen wurden mit einem leckeren Dreigänger verwöhnt — wobei den Kindern besonders die Pommes in Erinnerungen blieben.



Am Samstag gingen wir gemeinsam nach draussen. Das Wetter war nicht ideal, jedoch la-gen Unmengen an Neuschnee für uns bereit. Vier der sechs Jungs waren mit den Skiern resp. dem Snowboard unterwegs und zwei  der Jungen machten die Schlittelpiste unsicher. Waren zu Beginn des Tages noch einige Unsicherheiten im Fahrstil der Jungs bemerkbar, stieg ihr Selbstvertrauen in die eigenen Fähigkeiten zunehmend. Gemeinsam befuhren und berutschten wir die Pisten von Wildhaus. Zurück im Hotel assen wir zusammen zu Abend und fielen anschliessend erschöpft, aber zufrieden ins Bett.



Am Sonntagmorgen frühstückten wir gemütlich miteinander. Das Buffet bestand aus ver-schiedenen Broten, Käse, Fleisch, Joghurts und vielen anderen Leckereien. Einmal mehr gut gesättigt und erholt vom Vortag, machten wir uns bereit für einen aufregenden Tag auf den Schneeschuhen. Der viele Neuschnee war für ein Abenteuer geradezu ideal. Nach einer kurzen Fahrt mit dem Bus erreichten wir unseren Ausgangspunkt für den Marsch. Nachdem die Schneeschuhe angezogen waren, setzte sich die Gruppe Wiedehopf in Bewegung. Zu Beginn durchquerten wir flache schneebedeckte Felder. Etwas warm gelaufen, stiegen das Lauftempo sowie auch die Strecke stetig an. Der Fokus der ganzen Gruppe lag darauf, im gleichmässigen Schritt zu gehen und kontinuierlich vorwärts zu kommen. Dies funktionierte von jung bis alt hervorragend und die gesamte Gruppe war von Anfang bis zum Schluss hoch motiviert. Dies führte dazu, dass wir den gesamten Weg zurück ins Hotel mit den Schneeschuhen meisterten. So schön der zweistündige Marsch im Schnee auch war, so glücklich waren wir wieder zurück im Hotel zu sein und etwas Erholung zu tanken. Nach ei-nem weiteren Gaumenschmaus machten wir uns bereits wieder auf den Weg Richtung Buechweid. Ein weiteres super Wochenende in den Bergen mit den Wiedehöpfen neigte sich zu Ende.

 

 



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