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„Die cheibe Steinli“ – oder: Unser gemeinsames Bastelprojekt

 Im Sommer 2019 gab es auf Kinder- und Erwachsenenebene ein paar Wechsel auf unserer Gruppe. Um die neue Konstellation zu stärken und den Zusammenhalt zwischen der ganzen Gruppe zu fördern, erhielten wir die Aufgabe, gemeinsam ein Mosaikbild zu gestalten. Als Belohnung für die zeitnahe Erledigung des Bastelauftrages, würden wir dann ein Abendessen mit der ganzen Gruppe geschenkt bekommen! Da die Schwalben-Kinder (und ja, die Erwachsenen ebenfalls) total auf Pizza stehen, wollten wir uns dieses Geschenk nicht entgehen lassen. Ein kleiner Haken enthielt die Aufgabe jedoch noch: Es musste wirklich jedes Kind und jeder Erwachsene mal Mosaiksteinchen geklebt haben – auch die Bastelfaulen.

Obwohl sich Kinder wie auch Mitarbeiter anfangs etwas vor der Aufgabe drücken wollten (die cheibe Steinli), wurde es schlussendlich ein riesen Spass. Finger, Tisch und Zeitungspapier waren voll mit Sekundenkleber – teilweise auch das Gesicht – (nanu wie ist denn das passiert?). Die einen klebten perfektionistisch auf den Millimeter genau, die anderen kreuz und quer. Die einen nahmen so wenig Leim wie möglich, die anderen achteten auf besonders guten Halt mit Leim unter, rund um, und über dem Steinchen. Waren wir einmal dran, waren wir auch kaum zu bremsen. Grössere Unterbrechungen entstanden schlussendlich nur, weil der Sekundenleim (schon wieder!) leer war – kein Wunder - wenn man eben zurückdenkt - wo dieser überall geklebt hat.

Da wir vor den Sommerferien nicht fertig wurden, beschlossen wir, das Gebilde mit in unser Lagerhaus nach Brütten zu nehmen und im Sommerlager weiter zu basteln. Eine super Idee! Schlussendlich sassen wir im und rund ums Haus wie auch an der Feuerstelle und klebten fast jeden Tag einige der ca. 2500 Steinchen, begleitet von Waldduft und viiieel Musik. Tatsächlich schafften wir es einmal zu sechst, gleichzeitig am Bild zu arbeiten, was eine richtig schöne Gruppenatmosphäre schuf.

Am Ende des Sommerlagers konnten wir Schwalben stolz auf unser Gebilde schauen – jeder hatte seinen Teil dazu beigetragen und wir hatten grosse Freude am Ergebnis.

Im Oktober konnten wir nun unser Abendessen einziehen – juhui! Das Pizzaessen im Schneiders Quer in Pfäffikon bleibt nicht nur uns – sondern vermutlich auch den Mitarbeitenden des Restaurants in Erinnerung.

Jetzt braucht unser Mosaikbild nur noch ein Platz auf der Gruppe, damit wir uns auch in Zukunft an die lustigen und schönen Klebemomente zurückerinnern können.

Michaela Spörri

Schwalbe

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Ausflug der Kolibris zur «Bläsimühle» am 06. Juni 19

Mittwochnachmittags ist schulfrei. Das gibt uns die Möglichkeit, ab und an etwas Besonderes in unseren strukturierten Alltag zu bringen. So beschlossen wir, mit dem Bus zur «Bläsimühle» zu fahren, um dort zu spielen, zu baden, zu bräteln und die Natur zu geniessen.

Von der «Buechweid» aus sind es nur zehn Minuten mit dem Bus und nochmals zehn Minuten Fussweg, bis man zu einem herrlichen Naturspielplatz mit Fluss und Grillstelle gelangt. Der Tag war sehr sonnig und warm. Wir hatten alle unsere Badesachen in unsere Rucksä-cke gepackt und einige Kinder liefen schnurstracks den Weg am Fluss entlang, bis zu einer steilen Treppe, die hinunter zu einem Wasserfall führt. Das Gewässer staut sich hier etwas und wir konnten, wie in einem grossen Swimmingpool, darin herumplantschen. Da das Wasser, ausser an der Stelle, wo der Wasserfall herunterkommt, nur bis zum Bauchnabel reicht, trauten sich auch alle mutig hinein. Die ganz wagemutigen gingen dann auch bis zum eiskalten Wasserfall und waren begeistert von der Lautstärke des herabstürzenden Wassers. Wir fanden Steine, bauten Steinmännchen, sahen Frösche und nahmen sie in die Hand. Ausserdem ist auch hier die Möglichkeit zu grillieren und an den Böschungen nach oben zu klettern, um sich das ganze aus einer anderen Perspektive anzuschauen. Man fühlte sich an die Winnetou- und Old Shatterhandfilme von Karl May erinnert.

Manche blieben auch mit anderen Erwachsenen weiter oben am Bachlauf, wo es noch eine Naturwasserrutsche gibt. Auch hier war grosser Spass und Freude gegeben.

Am Spiel- und Grillplatz gibt es eine lange Rutschbahn, die in den steilen Hang gebaut wurde. Man kann dort auch noch den steilen Hang weiter nach oben klettern, bis man in eine Art Urwald mit umgestürzten Bäumen und Dickicht kommt. Auch dieses Abenteuer wurde von einigen mit grosser Begeisterung und Trittsicherheit angenommen.

Nach ausgiebiger Bewegung hatten dann natĂĽrlich alle Beteiligten Hunger und so zĂĽndeten wir ein kleines Feuer an und grillierten BratwĂĽrste und GemĂĽse. Auch Stockbrot wurde auf selbstgeschnitzte Stecken gewickelt und ins Feuer gehalten. Dabei konnte es natĂĽrlich schon passieren, dass der eine oder andere Stecken zu nah an die Hitze kam und es auf dem Platz nach leicht verkohltem Teig roch. Das war aber nicht weiter schlimm, denn wenn man hungrig und zufrieden ist, nimmt man auch gerne kleine schwarze Krusten in Kauf.

Da auch die Nachbargruppe an diesem Tag die gleiche Idee hatte und dort noch zusätzlich ein Kindergeburtstag gefeiert wurde, war es ein buntes, jedoch sehr fröhliches Zusammensein. Den Kindern und Jugendlichen - und auch den Erwachsenen - gefiel dieser Ausflug sehr und nicht wenige sagten, dass wir das bald wiederholen sollten.

Karl Schulze
Wohngruppe Kolibri

 

 



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